Strom

Absurdes aus Europa

Diesmal trifft es nur Süddeutschland, aber weil  der Netzausbau zu langsam vorangeht und nicht genug Strom über die Netze in den Süden gelangen kann, soll der Strom in Süddeutschland bedeutend teuerer werden, als im Norden. Und das kommt von einer Institution, die mit ihren unsäglichen und gleichmacherischen Vorschriften doch gleiche Lebensumstände für ganz Europa herstellen will? D.h. die Kaffeemaschinen oder Staubsauger dürften eine ganz bestimme Leistung nicht überschreiten, aber die Süddeutschen müssen mehr dafür bezahlen?

Es gibt zwar flächendeckende Mindestlöhne (dagegen hat die EU auch nichts), und flächendeckende Tarifverträge zu Löhnen und Gehältern, aber dass das Leben im Süden Deutschlands erheblich teuerer ist, als im Norden oder Osten – und nicht nur hauptsächlich Reiche und Superreiche dort wohnen, sondern überwiegend  ganz normale Menschen, von denen sich viele bald gar nicht mehr leisten können, da zu leben, wo sie Arbeit haben, das interessiert die EU nicht. Und jetzt auch noch teureren Strom – dass dies so kommt, ist nicht unwahrscheinlich, denn bereits 2011 hat die Kommission den schwedischen Strommarkt in vier Strompreiszonen aufgeteilt.

Von unseren eigenen Politikern wird man hier kaum Unterstützung erhalten, da diese hierbei natürlich die klingelnde Staatskasse hören dürften. Höhere Preise bringen auch höhere Steuereinnahmen. Umso wichtiger wird es, den Strom vom günstigsten Anbieter zu nehmen, immer zu beobachten, wer an der Preisschraube dreht und ggf. wieder wechseln,  denn Wechseln-Spart-Geld

 

Will nur Deutschland den Atomausstieg?

Einem Strategiepapier zufolge gibt es in Brüssel Überlegungen für den Ausbau der Atomenergie (Münchner Merkur vom 18.05.2016), was von Deutschland scharf kritisiert wird. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Brüsseler Pläne deswegen ändern, sind doch einige europäische Nachbarn große Atomstromproduzenten und haben auch nicht die Absicht, dies zu ändern (s. Bericht oben „Die große Stromlüge“).

Einem Bericht von heise online vom 18.05.2016 (hier gehts zum ausführlichen Artikel) zufolge plant auch die kanadische Provinz Ontario den Ausbau der Atomenergie in großem Stil. Kleinere Neubauten sollen ab 2030 keine Heizungen mit fossilen Brennstoffen mehr haben dürfen, ab 2050 soll das für alle Neubauten gelten. Statt dem gegenwärtigen Erdgas soll elektrischer Strom die Heizversorgung übernehmen, was in einem Land wie Kanada wegen der extremen Winterkälte durchaus zu Engpässen führen kann. Natürlich sollen auch andere Energien gefördert werden, wie E-Autos und Agrartreibstoffe, aber ohne Kernenergie wird das Ziel, den Treibhausgasausstoß um 80% bis 2050 zu verringern, wohl nicht erreicht werden können.

Zuviel Ökostrom?

Die Netzagentur möchte den Ökostromausbau bremsen. Der Anteil an den Erneuerbaren Energien sei stärker gewachsen, als gedacht und die Netze haben Probleme bei der Verteilung. Der Netzausbau geht viel langsamer voran, als es nötig wäre, um den vorhandenen Ökostrom auch nutzen zu können. Es wurden viel mehr (durch die Umlagen subventionierte) Windkraftanlagen gebaut, als Strom verteilt werden konnte. Ganze Windkraftanlagen müssen abgeschalten werden, was auch wieder erhebliche Kosten verursacht …  . D. h., wir Verbraucher haben über die von der Politik so beliebten Umlagen  Ökostromanlagen mit gefördert, und dürfen jetzt wegen der Überproduktion die Abschaltung wieder mitbezahlen.

Schaffen unsere Politiker wirklich nur noch Mist? Das EEG-Gesetz soll gerade wieder reformiert werden, es darf bezweifelt werden, dass aus dem Subventionsdschungel ein marktgerechtes Resultat herauskommt. Selbstverständlich werden Ausnahmen für die stromintensive Industrie nötig sein. Bezahlbarer Strom für den Endverbraucher ist weiterhin nicht geplant. Deshalb bleibt der Wechsel des Stromanbieters die einzige Sparmöglichkeit für den Verbraucher, denn Wechseln spart Geld …

Der Bundesgerichtshof berät sich

Wie schon in einem früheren Artikel erwähnt, haben die Energiekonzerne wegen des verkürzten Ausstiegs aus der Atomenergie Klage auf Millionenentschädigung gegen den Bund eingereicht, das Verfahren wurde im März 2016 eröffnet und das Oberste Gericht berät jetzt, eine Entscheidung soll in einigen Monaten fallen.

Die Konzerne klagen, weil sie sich enteignet fühlen. Der Ausstieg 2011 mit verkürzten Laufzeiten haben Planung und Ertragslage komplett verändert. Allerdings haben die Energieriesen gedacht, dass sie ihre Atomkraftwerke nicht stilllegen müssten – warum? Es schien, dass der unter der Regierung Schröder vereinbarte Ausstieg aus der Atomenergie unter der Regierung Merkel wieder rückgängig gemacht werden könnte. Man sprach immer öfter vom Ausstieg vom Ausstieg. Ihrer Sache sicher haben die Konzerne wie Vattenfall, RWE und E.on weiter in Kohlekraftwerke investiert und nicht im erforderlichen Maße in erneuerbare Energien. Der Tsunami von Fukushima hat sie kalt erwischt – nun rächte sich, was sie versäumt hatten.

Der Ausgang ist offen, es könnte durchaus sein, dass sie Recht bekommen und der Staat die geforderte Entschädigung zahlen muss. Der Staat – das sind wir alle.

Verlieren sie – zahlen wir auch. Zu groß ist der Einfluss der Energielobbyisten, zu verflochten die Politik mit der Wirtschaft.

Das Einzige, was zunächst ein wenig Erleichterung für die Verbraucher bringt, ist der Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter, denn Wechseln spart Geld

Die große Stromlüge…

 … war der Titel eines zusammenfassenden und erschreckenden Berichts auf arte.tv am 29.03.2016 zur Liberalisierung des Energiemarktes. Dieser kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass die ursprünglich vielversprechenden  Ziele der Liberalisierung des Energiemarktes fast nur leere Versprechungen geblieben sind. Die damals 27 Mitglieder der Europäischen Union wollten gemeinsam einen transparenten Markt schafften, der Strom sollte billiger und verstärkt aus erneuerbaren Energien gewonnen werden.

Der Bericht auf arte ist leider nicht mehr abrufbar. Das Problem bleibt aktuell.

Was ist 20 Jahre später daraus geworden? Weiterlesen

Vor dem Wechsel

Der richtige Stromtarif: Leider gibt es auch Negativbeispiele für günstige Stromanbieter, und manche Verbraucher haben Vorauszahlungen geleistet, für die sie keinen Strom mehr erhalten, weil z.B. der Anbieter insolvent wurde. Daher ist es ganz wichtig, keine Vorauszahlungen zu leisten. Suchen Sie sich den besten Anbieter heraus, bei dem Sie monatlich bezahlen können, ihr Geld geht so nicht verloren. Wechseln Sie trotzdem, in den allermeisten Fällen haben Sie nur Vorteile, wenn Sie zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Nach dem Wechsel

Zugegeben, es ist viel Papierkram. Aber wenn Sie es einmal gewagt und durchgezogen haben, werden Sie erkennen, dass es ganz einfach ist. Eines jedoch sollten Sie sich genau anschauen und am besten deutlich gleich am Anfang auf dem Vertrag notieren: die Kündigungsfrist bzw. den Monat, in dem Sie kündigen müssen! Für den Fall, dass Sie wieder wechseln wollen. Beachten Sie die Kündigungsfristen, denn diese sind unterschiedlich. Meistens sind es drei Monate, aber manchmal zwei, manchmal wurde auch mitten im Monat mit der Stromlieferung begonnen … Sollte der neue Stromanbieter seine Preise erhöhen, können Sie wieder wechseln, natürlich nur, wenn Sie sich an die Fristen halten. Unberührt bleibt davon immer das Sonderkündigungsrecht, sofern der Preis geändert wird. Aber es gelten die Bedingungen Ihres Anbieters, behalten Sie sie im Auge!

Neue Stromsparmöglichkeiten in der ferneren Zukunft

Noch ist das Zukunftsmusik, aber im Markt für Energieübertragungstechnik werden in den nächsten Jahrzehnten grosse Veränderungen stattfinden. Einem Siemens-Manager nach wäre für die o.g. Wahl des billigsten Anbieters nur ein Kommunikationsgerät und ein extra Zähler notwendig, die an den Stromanschluss mit angeschlossen werden. Für den Moment können Sie nur allgemein zum günstigsten Anbieter wechseln, ganz bequem online mit unserem Stromtarifrechner!

 

Neues Stromzählerzeitalter

Im Moment erscheint das noch nicht sinnvoll, aber zum Ende des Jahres wollen die Stromkonzerne variable Stromtarife anbieten. Von da an ist es schon interessant, wenn man zu bestimmten Zeiten, wenn viel Strom benötigt wird (Waschmaschine, Trockner, Kochen), dann einen billigen Strom nutzen kann. Aber bis dahin rechnet es sich in den meisten Fällen, den Stromanbieter zu wechseln und dann möglicherweise von noch günstigerem Strom zu profitieren – also zweimal sparen. Denn wechseln spart Geld! Vergleichen Sie mit unserem kostenlosen Tarifrechner Ihren Stromverbrauch und den Preis und wechseln Sie noch heute!