Unglaublich, aber wahr…

Die Auswüchse der dilettantisch und durch reine Subventionspolitik gestaltete „Energiewende“ sind mittlerweile für jeden Verbraucher spürbar.  Die Macher der Vorschriften zur Energiewende haben ganz einfache Marktgesetze missachtet: der Markt ist nicht manipulierbar. Wunschdenken erfüllt sich nicht.

Einen wirtschaftlichen Vorgang vorherzubestimmen, funktioniert erfahrungsgemäß genauso wenig, wie einen sterbenden Wirtschaftszweig durch ständige Zuschüsse am Leben zu erhalten. Ein Wirtschaftssystem wird durch sehr viel mehr Faktoren bestimmt, als nur durch gesetzliche Eingriffe.

Aber der Reihe nach: Der sogenannte Ökostrom wird mit Subventionen, den Steuergeldern, so unterstützt, dass die Produzenten kostendeckend bzw. gewinnbringend produzieren können und neue Energiequellen erschließen. Vergessen wurde dabei, dass die Nachfrage, weil das ganze Thema ausschließlich gefühlsbetont behandelt wurde, nach dem Ökostrom sehr hoch sein würde, dass der konventionell produzierte Strom kaum oder nur noch sehr wenig nachgefragt werden würde. Weiterlesen

Werden Sie zum „Wechselprofi“ – Wechseln leicht gemacht

Eine praktische und hilfreiche Vorgehensweise ist: Schreiben Sie sich zuerst die relevanten Daten auf.

Zählernummer:

Kundennummer beim Stromanbieter:

Verbrauchsmenge der letzten Jahresabrechnung:

Vertragsbeginn:

Vertragsende:

Kündigungsfrist:

Zeitpunkt zur Kündigung:

Einer der Hauptgründe dafür, dass manche Menschen nicht wechseln, ist die Bequemlichkeit. Daher: Legen Sie die o.g. Daten als Datei an oder speichern Sie diese als eMail-Entwurf, dann haben Sie schon die größte Hürde genommen: Sie müssen nicht erst aufstehen, die Rechnung bzw. die Daten suchen oder vom Hausmeister den Zugang zu den Stromzählern verlangen. Die Basis für den Stromverbrauchsrechner ist dann die verbrauchte Menge der letzten Abrechnung – es gibt wohl recht treffende Schätzungen für die verschiedenen Haushaltsgrößen, aber der individuelle Stromverbrauch kann höher oder niedriger liegen. Schreiben Sie sich die Vertragslaufzeit (Anfang und Ende) sowie die Kündigungsfrist dazu. So geht das Wechseln schnell, und vor allem: Wechseln spart Geld…

Wichtig: Auch wenn sich die Vertragsbedingungen ändern hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht. D.h., wenn der Energieversorger eine Preiserhöhung mit gestiegenen oder neu eingeführten Steuern, Abgaben oder Umlagen durchsetzen will, darf man kündigen (Urteil des Landgerichts Düsseldorf Az: 14d O 4/15).

Stromwechsel lohnt sich!

Nach Meldung der Verbraucherzentrale Bayern beziehen nach wie vor 1/3 der Haushalte in Deutschland noch immer Strom von den Grundversorgern – und das ist teuer. Tests haben ergeben, dass der Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter bis zu 5,6% der Kosten einsparen kann. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Einsparungen von 10% möglich sind. Allerdings sollte man sich nicht von allzu billigen Angeboten verführen lassen, denn diese sind manchmal nur auf den ersten Blick günstig, bei genauerer Überprüfung der Vertragsbedingungen stellt sich dann oft heraus, dass die billigen Tarife z.B. nur 1 Jahr gelten, danach holen sich die ganz billigen Anbieter den Rabatt zurück. Aber ein wenig Recherche und ein Vergleich der Anbieter lohnt allemal, denn wenn man einige Regeln beachtet, spart Wechseln richtig Geld…

Konzernumbau bei Eon – ein Geniestreich – oder zumindest moralisch verwerflich?

Ein alarmierender Vorgang schreckt auf: Der Konzern E.on spaltet sein Geschäft in zwei Teile auf. Künftig werden atom-, gas- und kohlebasierte Energieerzeugung von der erneuerbaren Energieerzeugung getrennt betrieben. Warum? Das Geschäft mit Atom, Gas und Kohle bringt zu wenig Gewinne, es gibt keine Subventionen und belastet die Bilanz. Also lagert man die Sparte in ein neues, börsennotiertes (!)Unternehmen aus und widmet sich dem lukrativen, weil staatlich subventionierten Geschäft mit den Erneuerbaren Energien. Weiterlesen

Verkehrte Welt im Strompreiskarussell

Da gönnt der Staat seinen Bürgern einmal eine Mini-Entlastung – die EEG-Umlage soll im nächsten Jahr sinken – dann werden die Netzbetreiber gierig und heben einfach die Gebühren an. Die Netzentgelte sind regional unterschiedlich und machen mehr als 20% des Strompreises aus. Es ist ein Fass ohne Boden, keine Entlastung für den Endkunden in Sicht.

Leider wechseln immer noch zu wenig Verbraucher ihren Stromanbieter, daher funktioniert die Preisschraube nach wie vor.

Daneben wirkt ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes wie ein Witz: Energieversorger dürfen nicht ohne Ankündigung und Nennen von Gründen den Preis erhöhen – möglicherweise drohen Rückzahlungen. Die wenigsten Verbraucher werden überhaupt durchblicken, ob und in welcher Höhe sie Rückzahlungen geltend machen könnten, den Versorgern droht nur wenig Ungemach.

Interessant wird in diesem Zusammenhang auch, wie sich die 4,7Mrd. Klage von Vattenfall gegen die Bundesregierung auswirken wird. Vattenfall klagt auf entgangenen Gewinn wegen des Atomausstiegs vor einem nichtöffentlichen, internationalen Schiedsgericht in Washington, das Verfahren kostet im Vorfeld schon mal 9 Millionen Euro für den Steuerzahler. Ein Vorgeschmack auf TTIP und höhere Strompreise?

Es bleibt dabei: Wechseln spart Geld, man kann immer wieder wechseln, und den teueren Anbietern damit die Rote Karte zeigen!

Teurer Strom – was bezahlt man alles mit der kWh?

Etwas mehr als Hälfte des Strompreises „bekommt“ der Staat. Zunächst über die Stromsteuer, und dann über die Mehrwertsteuer auf die Umlagen und Abgaben. D.h. die Stromerzeuger erhalten „nur“ ca 48% des Entgeltes. Wobei die Ökostromumlage den Endverbraucher am meisten belastet. Bei einem Strompreis von z.B. 28,35 ct je kWh sind davon 6,24ct Ökostromumlage. Die energieintensive Industrie bezahlt nur 0,05 ct je kWh. Weiterlesen

Lohnt sich ein Wechsel des Bankkontos?

Manche Banken locken mit Prämien, aber das allein sollte nicht der Grund für den Wechsel des Girokontos sein. Stiftung Warentest hat die  Banken hinsichtlich der Konditionen für Direktkunden (Filialkunden) und Onlinekunden untersucht und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Der Wechsel lohnt sich, wenn das bisherige Onlinekonto mehr als 40 Euro im Jahr, und das Filialkonto mehr als 80 Euro im Jahr an Gebühren kostet. Die Prämie allein sollte nicht der einzige Grund zum Wechsel sein.

Eine alarmierende Meldung

Wenig Beachtung in den öffentlichen Medien findet die Nachricht, dass von staatlicher Seite darüber nachgedacht wird, die Kosten für den Rückbau von Atomkraftwerken dem Staat = Steuerzahler aufhalsen zu wollen. Denn nichts anderes bedeutet es, wenn für bestimmte finanzielle Risiken Staatsfonds eintreten müssen.  Laut der Vorsitzenden des Umweltausschusses im Deutschen Bundestag, Bärbel Höhn (Grüne), ist geplant, dass die derzeitigen Rückstellungen der Konzerne Eon, RWE, EnBW in Höhe ca. 35,8 Milliarden Euro  (Quelle: Münchner Merkur, 14.05.2014) in einen staatlichen Fonds überführt werden sollen. Aus Angst, dass ein großer Energieversorger pleite gehen könnte. Es wäre interessant zu wissen, welche Informationen vorliegen, dass über eine solche Maßnahme nachgedacht wird! Verglichen mit der Finanzkrise bedeutet das nur, dass die Gewinne weiter privatisiert werden dürfen, und wenn dann alles zu spät ist, werden die Verluste sozialisiert. Ein Schelm, wer Böses hinter der Grünen Idee vermutet.

Mitleid für Energiekonzerne…

Eine Überschrift im Münchner Merkur am 14.05.2014 lautet: Eon leidet unter fallenden Preisen – würden Sie als Endverbraucher nicht auch gerne darunter leiden? Fallende Preise an der Strombörse, der „starke“ Euro und ein milder Winter werden als Bösewichte ausgemacht.  Zudem wurden Regionalgesellschaften verkauft, das Brasiliengeschäft braucht mehr Geld, Gas- und Kohlenachfrage können wegen starker Ökostromnachfrage nicht gewinnbringend betrieben werden. Bei allen Vorteilen, die so ein Energieriese schon per Gesetz hat, seiner enormen Marktmacht und sonstigen Vorteilen, da liegt der Gedanke an schlechtes Management nahe. Wie kann ein sinkender Einkaufspreis für Strom schlecht für’s Geschäft sein, wenn der Vorteil  nicht einmal an den Endkunden weitergereicht wird? Hat man sich im Ausland verspekuliert? Wir sind gespannt, was auf die Krokodilstränen folgen wird. Vielleicht ist das ein Vorwand, weiter Arbeitsplätze abzubauen. Bei steigenden Energiepreisen. Unterstützen Sie diese Firmenpolitik nicht, wechseln Sie den Stromanbieter, denn Wechseln spart Geld

Vor dem Wechsel

Der richtige Stromtarif: Leider gibt es auch Negativbeispiele für günstige Stromanbieter, und manche Verbraucher haben Vorauszahlungen geleistet, für die sie keinen Strom mehr erhalten, weil z.B. der Anbieter insolvent wurde. Daher ist es ganz wichtig, keine Vorauszahlungen zu leisten. Suchen Sie sich den besten Anbieter heraus, bei dem Sie monatlich bezahlen können, ihr Geld geht so nicht verloren. Wechseln Sie trotzdem, in den allermeisten Fällen haben Sie nur Vorteile, wenn Sie zu einem günstigeren Anbieter wechseln.