Telekommunikation: Wechsel gut vorbereiten

Leider verursachen der Telefon und DSL-Anbieterwechsel noch immer mehr Probleme, als bei Gas oder Strom. Zu den häufigsten gehören tote Leitungen, die Rufnummernmitnahme klappt nicht, kurzum: man ist nicht erreichbar. Das endlose Warten in den Hotlines, man erreicht nie den gleichen Ansprechpartner, oft erhält man keine qualifizierte Auskunft usw. Wer will sich das schon antun?

Der Verdacht kommt auf, dass die Anbieter mit Absicht Probleme bereiten, um die Bestandskunden zu behalten. Oft gibt es beim gleichen Anbieter ganz tolle Angebote für Neukunden – der Altkunde profitiert davon nicht. Also sollte man wechseln! Was die wenigsten Wechsler wissen: nicht jede Schikane bleibt straffrei. Gelegentlich werden von der BNetzA (Bundesnetzagentur) auch Bußgelder gegen Unternehmen verhängt, die gegen die gesetzlichen Regelungen verstoßen.

D.h., wenn der Wechsel nicht sofort gelingt, muss der bisherige Anbieter den Kunden weiter versorgen. Die Leitung darf höchstens für einen Tag „tot“ sein. Was dem Kunden auch nicht gesagt wird: bei Problemen bis zum endgültigen Wechsel erhält der bisherige Anbieter für die Weiterversorgung dann nur 50% des bisherigen Anschlussentgelts! Allerdings muss die Kündigung bzw. der Wechsel gut vorbereitet werden. Dazu ist wichtig, unbedingt die Kündigungsfrist und die vertraglich vereinbarte Kündigungsform einzuhalten. Verlassen Sie sich nicht nur auf Email oder Fax. Halten Sie die Schriftform ein, unterschreiben Sie die Kündigung und verlangen Sie ein Kündigungsbestätigung! Sie können in der Kündigung auch schon darauf hinweisen, zu welchem Anbieter Sie wechseln und dass Sie Ihre Rufnummer mitnehmen werden.Damit weiß der alte Anbieter gleich, dass er Sie im Notfall weiterversorgen muss.

Viele neue Anbieter helfen auch, den Wechsel zu organisieren und ggf. auch den Umschalttermin. Wichtig ist die korrekte Übermittlung der Daten – Vorsicht vor Zahlendrehern und ähnlichen falschen Angaben. Das führt sicher zu Störungen. Wenn aber alles korrekt läuft, kann es gut funktionieren. Auch wichtig: einen Zeitpuffer einkalkulieren, bereiten Sie den Wechsel rechtzeitig vor, jedoch sollten 3 Monate für den Wechsel eingeplant werden.

Sollte es trotzdem zu Probleme kommen, rät der Verbraucherschutz, sich an die Beschwerdestelle der Bundesnetzagentur zu wenden. Die BNetzA hilft dann bei der Abwicklung.

Telefon: 030/224 805 00, email: tk-anbieterwechsel@bnetza.de

Lassen Sie sich von den Anbietern nicht abhalten und wechseln Sie in einen günstigeren Tarif, profitieren Sie von Neukundenangeboten, da kann man richtig Geld sparen.

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