Teurer Strom – was bezahlt man alles mit der kWh?

Etwas mehr als Hälfte des Strompreises „bekommt“ der Staat. Zunächst über die Stromsteuer, und dann über die Mehrwertsteuer auf die Umlagen und Abgaben. D.h. die Stromerzeuger erhalten „nur“ ca 48% des Entgeltes. Wobei die Ökostromumlage den Endverbraucher am meisten belastet. Bei einem Strompreis von z.B. 28,35 ct je kWh sind davon 6,24ct Ökostromumlage. Die energieintensive Industrie bezahlt nur 0,05 ct je kWh. Das war erfolgreiche Lobbyarbeit dieser immerhin 1700 Firmen. Die Differenz wird vom Bürger, den kleinen und mittleren Gewerbetreibenden und dem Mittelstand getragen.

Der Preis der kWh setzt sich zusammen aus: Mehrwertsteuer, Umlage für die Netzrabatte der Industrie, Kraftwärmekoppelungsaufschlag, Haftungsumlage für Probleme bei Meer-Windparks, Konzessionsabgaben, Stromsteuer, Ökostromumlage, Netznutzungskosten, sowie der Anteil für Beschaffung, Vertrieb und Margen.

Interessant ist auch, dass die Unternehmen der Meerwindparks ihr Risiko nicht selbst tragen müssen, dieses wird auf den Endverbraucher abgewälzt, die Erträge sicher nicht!

Welcher „normale“ Unternehmer kann sein Haftungsrisiko auf seine Kunden abwälzen? Merkwürdige Dinge laufen bei der Strompreisgestaltung ab. Die Belastung der privaten Haushalte mit hohen Stromkosten erscheint immer ungerechter.

Und es ist kein Ende in Sicht! Der Strompreis wird weiter steigen, da die Stromversorger die niedrigen Strompreise, die sie dank Ökostromerzeugung an der Strombörse erhalten, nicht an ihre Kunden weitergeben. Es bleibt nur immer wieder ein Wechsel des Stromanbieters. Man sollte auch mehrfache Wechsel nicht scheuen, da auch anfangs günstige Stromanbieter nicht ständig günstig bleiben und die Preise erhöhen. Allerdings müssen sie das rechtzeitig ankündigen, dann kann man den Vertrag kündigen und zum nächsten Anbieter wechseln, denn Wechseln spart Geld…

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