„Ökostrom hilft dem Klima nicht“ – wie ist diese Schlagzeile zu verstehen?

Natürlich müssen Unternehmen Gewinne machen, sonst überleben sie nicht. Es müssen die Angestellten bezahlt werden, Rücklagen gebildet werden, auch müssen Produkte weiter entwickelt werden, für all das sind Gewinne notwendig und berechtigt. Nur werden von den Energieriesen jemals günstige Stromeinkaufspreise an den Verbraucher weitergegeben? Oder werden solche Gewinne nur zur Zahlung astronomischer Vorstandsgehälter und Boni verwendet?

Jetzt steht einer der Energieriesen vor einem Milliardenverlust wegen Fehlinvestitionen und der späten Reaktion (s. Münchner Merkur Nr. 53, 05.03.2014) auf die Energiewende. Man schreibt vom lange erfolgsverwöhnten Versorger, das bedeutet im Klartext: Jahrelang wurden enorme Gewinne eingefahren, wenig in die Netze investiert usw., die Aktionäre wurden großzügig bedacht, und offensichtlich wurden keine Rücklagen gebildet. Bezahlt hat das alles brav der Endverbraucher. Jedes normale Unternehmen, ob groß oder klein muss für Fehlentscheidungen geradestehen. Dem Energieriesen wird vermutlich wenig passieren, der Verlust wird sicherlich in irgendeiner Form vom kleinen Kunden bezahlt werden, entsprechende Pläne gibt es schon. Verbraucherschützer und Wissenschaft lehnen diese zwar ab, aber das letzte Wort hat hier wie immer, unsere Regierung, die mit Sicherheit im Sinne der Lobbyisten entscheiden wird.

Im kleinen privatwirtschaftlichen Sektor wurde enorm viel geleistet im Bereich Photovoltaik, Windkraft etc. Da ist die staatliche Unterstützung gut verwendet worden, nur hierfür gibt es keine Subventionen mehr.

Die anstehende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz soll zwar bis zum Sommer erledigt werden, und angeblich sollen dann zukünftig die Preiserhöhungen für den Endverbraucher nicht so hoch ausfallen, wie es notwendig wäre , aber wenn man die Reformen der letzten Bundesregierungen betrachtet, ist davon auszugehen, dass diese Reform denselben Schrottwert hat, wie alle anderen.

Um wenigstens ein bisschen zu sparen, wechseln Sie auf jeden Fall zu einem günstigeren Stromanbieter, denn Wechseln-spart-Geld

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